Flying P-Liner

Viermastbark PEKING hat wieder Elbwasser unter dem Kiel

86 Jahre nach ihrem letzten Auslaufen aus dem Hamburger Hafen hat die historische Viermastbark PEKING wieder Elbwasser unter ihrem Kiel. Ihre letzte Reise ging 1931 von Hamburg aus rund Kap Hoorn nach Chile, danach wurde sie in England als stationäres Schulschiff aufgelegt.

Der Flying P-Liner PEKING ist wieder auf der Elbe Foto: Ralph Jacobsen

Der Flying P-Liner PEKING ist wieder auf der Elbe Foto: Ralph Jacobsen

Nun kehrt der letzte noch weitgehend im Originalzustand erhaltene „Flying- P-Liner“ aus New York zurück, wo er seit 1976 als Museumsschiff in Manhattan auf dem East River lag.

Der Rückkehr nach Deutschland gingen jahrelange Bemühungen der Vereinsmitglieder Henning Schwarzkopf und Reinhard Wolf voraus. Sie haben mit dem amerikanischen Eigentümer, dem Southstreet Seaport Museum, über die Freigabe verhandelt und sich parallel in Hamburg um die Finanzierung der erforderlichen Grundsanierung bemüht. Nach dem Wirbelsturm Sandy, der 2012 in New York schwere Schäden verursacht hatte, war die Verschrottung der PEKING schon beschlossene Sache. Schwarzkopf und Wolf gelang es jedoch in letzter Minute, die Verschrottung in eine Schenkung an die Stadt Hamburg umzuwandeln. Die Amerikaner konnten mit dem Konzept überzeugt werden, die PEKING in Hamburg zu einem attraktiven Museumsschiff herzurichten, auf dem auch die 40-jährige Geschichte in New York angemessen präsentiert wird.

Bereits 2013 wurde der Verein Freunde der Viermastbark PEKING e. V. gegründet, um eine rechtliche Basis für die Verhandlungen mit New York zu haben. Dazu der Vereinsvorsitzende Mathias Kahl: „ich bin unseren Mitgliedern Schwarzkopf und Wolf außerordentlich dankbar, dass sie über viele Jahre mit großem Engagement in New York und Hamburg für die Peking gearbeitet haben, zumal außerhalb unseres Vereins große Skepsis gegenüber diesem Projekt vorherrschte.“ Nachdem sich Anfang 2015 herausstellte, dass eine private Finanzierung nicht zu realisieren war, konnte der Hamburger Bundestagsabgeordnete Johannes Kahrs von dem Konzept überzeugt werden, die PEKING zum Flaggschiff eines neuen „Deutschen Hafenmuseums“ an den 50er Schuppen im Hamburger Hafen zu machen. Zusammen mit seinem Kollegen Rüdiger Kruse schaffte es Kahrs, die gesamte Finanzierung für die PEKING und das Deutsche Hafenmuseum vollständig aus Bundesmitteln zu beschaffen, denn in Hamburg konnte sich noch immer keiner für das Projekt begeistern. Mathias Kahl wörtlich“ Wir sind unseren Abgeordneten, aber auch dem Bund überaus dankbar, dass sie das große Potenzial dieses Projektes für die Geschichte von Hafen und Schifffahrt in unserer Stadt gleich erkannt haben. Ein Deutsches Hafenmuseum in Hamburg mit der PEKING davor am Kai wird Strahlkraft weit über Deutschland heraus haben.“

Die jetzt anstehende Grundsanierung auf der Peters Werft in Wewelsfleth umfasst den Schiffskörper und das Rigg. Für die dann folgende Herausforderung, aus der PEKING ein attraktives, lebendiges Museumsschiff zu machen, steht der Freundes-Verein mit seinen jetzt schon über 100 Mitgliedern bereit. Kahl zu den Plänen: „Wir möchten den Besuchern zeigen, was Frachtschifffahrt unter Segeln zu Beginn des 19. Jahrhunderts bedeutete, und das so authentisch wie möglich“. Arbeits- und Lebensbedingungen auf den stets mehrmonatigen Reisen rund Kap Hoorn nach Südamerika und zurück, Seemannschaft ohne Hydraulik, Elektrizität und GPS sowie Umschlagtechnik ohne Kräne sollen durch die Vereinsmitglieder, darunter viele ehemalige Seeleute, an Bord präsentiert werden.

Aber auch schon während des Werftaufenthaltes will sich der Verein bei der Beschaffung und Restaurierung einzelner Komponenten engagieren. Auch die Aufarbeitung der Geschichte des Schiffes ist ein wichtiges Vereinsanliegen. Deshalb appeliert Kahl an die Öffentlichkeit, noch vorhandene Fotos oder Unterlagen dem Verein zur Verfügung zu stellen. Ebenso wird weitere materielle oder finanzielle Hilfe benötigt, um aus der PEKING wieder ein Schmuckstück für den Hamburger Hafen zu machen. Kahl abschließend: „Als Jungs haben wir immer gesungen ´Ick heff mol en Hamborger Veermaster sehn´ – 2020 wird es mit unser aller Unterstützung endlich Wirklichkeit werden“.

Verein Freunde der Viermastbark PEKING

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