Kieler Woche

Neues Projekt sorgt für Seebahn-Überraschung

Das musste die Crew der „Tutima“ feststellen. Nach dem Sieg auf der Mittelstrecke bei den großen Yachten musste sie sich nun auf den Kurzwettfahrten des Kiel-Cups mit Rang vier begnügen.

Wie schon auf der Mittelstrecke segelte die "Immac Fram" auch auf den Up & Downs souverän. Foto: Kieler Woche / okPress

Wie schon auf der Mittelstrecke segelte die "Immac Fram" auch auf den Up & Downs souverän. Foto: Kieler Woche / okPress

Dafür gab es einen neuen Namen an der Spitze des Feldes der ORC-A-Klasse. Michael Berghorn (Kiel) führte seine „Halbtrocken 4.0“ auf Platz eins. Dass ihm beide Paar Schuhe passen, bewies Kai Mares. Er landete in der Gruppe B mit der „Immac Fram“ bereits den zweiten Kieler-Woche-Sieg auf der Seebahn in diesem Jahr.

ORC Int. Kiel-Cup Alpha ORC A

Die Crew von Michael Berghorn mischte das Feld der ORC A auf und holte sich den Sieg. Foto: Kieler Woche / okPress


In der Gruppe der großen Yachten ging zwar nur ein kleines Feld von sechs Crews an den Start, das bewahrte die Favoriten aber nicht vor Überraschungen. Michael Berghorn (Hamburg) hatte seine „Halbtrocken 4.0“ zu dieser Saison in Spanien gekauft und stand mit dem Start zum Kiel-Cup Alpha erst das dritte Mal am Ruder seiner X-41 und an der Spitze einer neuformierten Mannschaft. „Wir haben wirklich alles verändert. Meine ehemalige Crew ist in ein Alter gekommen, in dem man Häuser baut und Bäume pflanzt. Aber ich wollte nicht aufhören“, berichtete Berghorn. Mit Unterstützung aus Österreich und Dänemark gelang es ihm, das im Februar gekaufte Schiff schnell zu machen und den etablierten Yaht-Projekten das Heck zu zeigen. „Es läuft richtig gut, unsere weiteren Ziele sind jetzt die Deutsche Meisterschaft, die EM in Polen und noch weitere Regatten. Wir haben also viel vor.“ Hinter der „Halbtrocken 4.0“ folgten die X-41-Schwesterschiffe „Dockenhuden“ von Thomas Jungblut (Hamburg) und „Sydbank“ von Torsten Bastiansen (Flensburg).

ORC Int. Kiel-Cup Alpha ORC B

Wie schon auf der Mittelstrecke segelte die "Immac Fram" auch auf den Up & Downs souverän. Foto: Kieler Woche / okPress


Am Sieg von Kai Mares (Dänischenhagen) und Crew in der Gruppe B gab es unter den 18 Mannschaften nichts zu rütteln. Mit vier Siegen in acht Wettfahrten konnte die „Immac Fram“ sogar eine Rennaufgabe verkraften. Dahinter reihte sich mit der „Topas“ von Harald Brüning (Kiel) eine Mannschaft ein, die sonst in Einheitsklassen unterwegs ist. Doch die Farr30 scheint eine auslaufende Klasse zu sein. „Ich weiß auch nicht, wie es weitergeht. Die Meldezahlen in der Farr30 gehen zurück, und das Vermessungssegeln ist eigentlich nicht meine Sache“, sagt Brüning. Daher testet er andere Möglichkeiten, die sich aktuell aber nur in Übersee auftun. Die „Topas“ hat er zur Kieler Woche „aus dem Schuppen“ geholt und damit mit einer „Rumpfcrew“ überraschend gut aufgetrumpft. Als Zweiter schob er sich in die Phalanx der Italia 9.98-Yachten – hinter der „Immac Fram“ und vor der „One Group“ (Niels Gauter, Hamburg) und „Patent 4“ (Henning Tebbe, Hamburg).

Kieler Woche Seebahn Ergebnisse Tag 5:

ORC Int. Kiel-Cup Alpha ORC A: (8) 1. „Halbtrocken 4.0“ Michael Berghorn (Hamburg,1/1(3)(4)1/2/3/2) Punkte 10; 2. „Dockenhuden“ Thomas Jungblut (Hamburg,(8)(8)2/5/3/1/2/1) 14; 3. „Sydbank“ Torsten Bastiansen (Flensburg,2/4/1/2(5)4/1(5)) 14; 4. „Tutima“ Kirsten Harmstorf-Schönwitz (Hamburg,3/2(4)3/4(6)4/3) 19; 5. „Arxes-Tolina BM Yachting“ Peter Beck Mikkelsen (Flensburg,(5)3/5/1/2/5/5(6)) 21; 6. „X-Day“ Max Gurgel (Kiel,4/5(6)(6)6/3/6/4) 28;

ORC Int. Kiel-Cup Alpha ORC B: (8) 1. „Immac Fram“ Kai Mares (Kiel,(5)1/1/1(20)1/2/3) Punkte 9; 2. „Topas“ Harald Dr. Brüning (Kiel,(9)(9)2/4/1/2/8/4) 21; 3. „One Group“ Niels Gauter (Hamburg,2/2(8)6/3(9)6/2) 21; 4. „Patent 4“ Henning Tebbe (Hamburg,4/3(9)2/5/3/4(8)) 21; 5. „Halbtrocken“ Dr. Knut Freudenberg (Bad Laer,3/4(7)(9)2/7/5/1) 22; 6. „Saffier 36R“ Dennis Hennevanger (NED,1(7)(10)3/4/5/3/6) 22;

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Veröffentlicht am : 21.06.2017